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Gift Matching Program

"Licht für Suja"

Tibetan Childrens Village / SOS-Kinderdorf SUJA in Indien

Wenn es Nacht wird im SOS-Kinderdorf Suja (Nordindien), gehen die Lichter an. Dass es für die über 2.000 Kinder dann hell wurde, konnte man trotzdem nicht sagen. Von den Decken in den Kinderheimen hingen nackte Glühbirnen, besser gesagt: eine (!) nackte Glühbirne pro Zimmer. In einem Schlafsaal schlafen bis zu 20 Kinder, in jedem Haus leben rund 40 Kinder.

Gemeinsam mit dem Direktor des Kinderdorfes habe ich ein Projekt ausgewählt, das den Kindern, dem Kinderdorf und der Umwelt gleichermaßen hilft: Wir haben die bestehenden Glühbirnen gegen Energiesparlampen ausgetauscht. Das bedeutet besseres Licht für die Kinder und weniger Stromverbrauch für das Kinderdorf. Das Geld für diese Aktion kam durch ein Projekt des Gift Matching Programs zustande.

Der Hintergrund

Dhondup Lhamo (16), Tsering Choenga (20) und Tsering Lhatso (14) sind die Namen meiner tibetischen Patenkinder. Sie leben seit einigen Jahren mit rund 2.500 tibetischen Kindern im SOS-Kinderdorf Suja in Nordindien. Wie zehntausende andere tibetische Kinder sind auch sie über den Himalaya geflüchtet, um in Indien ihre Sprache zu lernen und ihre Religion ausüben zu können. In Tibet ist das aufgrund der chinesischen Besatzung nicht möglich.
 
Die Kinder lassen ihre Eltern und Familie, ihre vertraute Umgebung zurück, um eine gute Ausbildung zu erhalten. Kontakt zu ihren Familien, zu ihren Eltern können sie in den allermeisten Fällen keinen haben – die Flucht ist eine Trennung auf lange Zeit, sehr oft für immer. Im Kinderdorf lernen sie neben der Sprache und Kultur ihrer Heimat auch englisch. Sie haben die Möglichkeit, eine Lehre zu machen oder die Schule mit der Matura zu beenden. Die tibetischen Kinderdörfer stehen unter der Patronanz des Dalai Lama.

Hilfe, die ankommt

Dass das Geld auch wirklich ankommt, davon konnte ich mich bei mehreren Reisen in das Kinderdorf überzeugen. "Ist Ihnen bei Ihrem Rundgang im Kinderdorf etwas aufgefallen?" fragte mich der Kinderdorfdirektor lächelnd. Na und ob: Alle (!) Glühbirnen waren durch Energiesparlampen ersetzt worden.

Das Dankesmail hatte ich ja schon vorher erhalten:

Dear Friends,

Warmest greetings from the Children's Village!

Thank you very much for your email with the very wonderful news of the gift matching grant. We are delighted to receive this amount for our project "Light for Suja" and would like to take this opportunity to thank everyone associated in making this fund available to us. We are equally thankful to Mrs. Brigitte Wagner for all her effort in raising the needed funds to fulfill this project. 

No doubt, your support and solidarity is highly appreciated and most valuable.  Thank you very much!

With kindest regards,

Lobsang Tsomo
Head Office
Tibetan Children's Village

2008: Bücher für Suja

Im darauffolgenden Jahr bat ich um Unterstützung für Bücher: Tibetische Bücher sind eine große Hilfe, die Kultur kennen zu lernen und zu bewahren. Der Bibliothek im Kinderdorf Suja fehlten diese Bücher. Dabei ist die Bibliothek einer der bevorzugten Aufenthaltsorte der Kinder, die stöbern, schauen, lesen, …

Meine Freude war daher groß, als ich auch für mein zweites Projekt große Unterstützung erhielt. Und schon wenige Monate später konnte ich den großen Büchertisch in der Bibliothek in Suja bewundern - übervoll mit neuen Büchern.

2009: Renovieren und Sanieren

Die heftigen Regenfälle des Monsoun bringen jedes Jahr Zerstörungen in die Kinderdörfer. Der Putz bröckelt, an den Mauern wächst der Schimmel. 2009 habe ich also für die Renovierung der Häuser in Suja gesammelt. Und wieder waren meine Kollegen großzügig.

Iich bin stolz darauf, in einem Unternehmen zu arbeiten, das mein soziales Engagement fördert und (finanziell) unterstützt ...

 Website des TCV Suja

Brigitte Wagner, Corporate Culture