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"gemma’s an!"

Der Pate

Bank Austria Mitarbeiter Erich Zimmermann ist einer der ersten Paten.

Seit Anfang 2001 ist er in Pension. Im Sommer 2005 las er in einem Infoblatt der Stadt Wien über "gemma’s an!". Er besuchte die Homepage, füllte einen Fragebogen mit vielen, teilweise sehr persönlichen Fragen aus und wartete auf Antwort.

Diese kam im Herbst: "Ich wurde zu einem persönlichen Gespräch mit Martina Saygili in die Kinder- und Jugendanwaltschaft eingeladen. Dort erfuhr ich alles über das Projekt und ich entschied mich dafür, Pate zu werden."

 

 

Einer der ersten Paten: Erich Zimmermann


Gut vorbereitet
Erich Zimmermann besuchte Informationsabende und bereitete sich daheim mittels Skripten ausführlich auf seinen Einsatz vor. Im März 2006 kam schließlich der Anruf, dass ein Brüderpaar aus Nigeria auf seinen neuen Paten warte. Dies war schon ein Ausnahmefall, denn in der Regel betreut ein Pate nur einen Jugendlichen.

Erich Zimmermann staunte daher nicht schlecht, als ihn am 13. April 2006 gleich drei Geschwister in der Kinder- und Jugendanwaltschaft erwarteten: Die Buben (beide 18 Jahre alt) hatten auch ihre 17-jährige Schwester mitgebracht. Die Jugendlichen hatten bis zu diesem Zeitpunkt bei ihrer Mutter gelebt, mussten aber aus der Wohnung ausziehen und standen somit auf der Straße.

Erich Zimmermann: "Mein Ziel war es, zuerst die wichtigsten Probleme zu lösen: eine Wohnung für die Jugendlichen zu finden und ihnen bei ihrem Schulabschluss zu helfen. Viele Stunden haben wir gemeinsam Deutsch und Mathematik gelernt."

Erste Begegnungen
Die erste Begegnung beschreibt er so: „Die Jugendlichen haben am Anfang sehr schlecht Deutsch gesprochen, waren schüchtern und mussten erst Vertrauen fassen. Nach vielen Stunden gemeinsamen Lernens ist aber das Eis gebrochen."

Gemeinsame Freizeitaktivitäten sind im Rahmen des Programms durchaus möglich und der Eigeninitiative der jeweiligen PatInnen und Jugendlichen überlassen. Bei einer Patenschaft ist es wichtig, die betreuten Jugendlichen emotional zu unterstützen, aber nicht mit den eigenen Kindern zu verwechseln – "als Pate muss man sich auch abgrenzen können", rät Erich Zimmermann. "Die Jugendlichen besitzen jedoch meine Mobilnummer und können bei Problemen jederzeit anrufen."

Erich Zimmermann: "Es ist sehr wichtig, dass es das Projekt ‚gemma’s an!‘ gibt. Man kann helfen, muss sich aber auch klar darüber sein, dass nicht immer alles perfekt läuft. Es geht oft um Teilerfolge. Bei meinen Schützlingen ist es mir gelungen, ihnen einen Weg zu zeigen, gehen müssen sie ihn aber selbst. Ich erledige für sie Dinge, die sie nicht oder nicht alleine tun können."

Erich Zimmermann achtet darauf, dass die Geschwister Eigenverantwortung und auch Verantwortung füreinander übernehmen. Sie treffen in der Zwischenzeit auch wieder ihre Mutter und es gibt Kontakt zum Vater – im Moment klappt alles recht gut.

Von einander lernen
Erich Zimmermann: "Ich bin sehr gerne Pate und froh, dass die Bank Austria das Projekt unterstützt, denn es ist ein lebensförderndes Unterfangen, bei dem man auch andere Kulturen kennen lernen kann. Der persönliche Horizont erweitert sich, die Dankbarkeit für das eigene Leben wird größer, vieles relativiert sich.

Meine Tätigkeit als Pate gibt mir sehr viel positive Energie und Erfolgserlebnisse. Sie bringt aber auch große Verantwortung mit sich, denn die betreuten Menschen verlassen sich auf mich. Ich kann Hilfe geben und andererseits mir auch Hilfe suchen, wenn ich spüre, dass meine Möglichkeiten nicht ausreichen."