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"gemma´s an"

Zukunftsperspektiven schaffen

In Wien leben derzeit etwa 70.000 junge Menschen zwischen 14 und 18 Jahren. Vielen von ihnen wird - meist mit Unterstützung des Elternhauses - eine Zukunftsperspektive ermöglicht: sie besuchen weiterführende Schulen oder absolvieren eine Lehre. Doch nicht alle werden so auf ihr erwachsen sein vorbereitet.

Obwohl die Zugänge zu den einzelnen Behörden und ihren Angeboten vordergründig transparenter und leichter zugänglich gemacht wurden, ist die Hemmschwelle, diese Angebote auch anzunehmen, für die Jugendlichen trotzdem nicht gesunken.

Fehlende Schulabschlüsse und Ausbildungsabbrüche

Im Gegenteil: Ausbildungsabbrüche, fehlende Schulabschlüsse, Arbeitslosigkeit und gesellschaftliche Benachteiligung nehmen zu. Immer mehr Jugendliche finden sich mit den zunehmend schwierigeren Anforderungen des Alltags – sei es in Bezug auf Schule, Arbeit oder Behörden, aber auch in Beziehungen zu Gleichaltrigen oder Erwachsenen – nicht mehr zurecht. Viele von ihnen haben - aus den unterschiedlichsten Gründen - nicht die nötige Unterstützung von Seiten ihres Elternhauses.

Die Kinder- und Jugendanwaltschaft (KJA) Wien wurde in letzter Zeit immer öfter mit Anfragen von diesen Jugendlichen konfrontiert. Die notwendige Begleitung dieser Jugendlichen kann durch die personelle Kapazität der Kinder- und Jugendanwaltschaft nicht mehr ausreichend geleistet werden.

Warum ist Hilfe nötig?

Benachteiligte Jugendliche sind in ihrer Möglichkeit zur Lebensgestaltung eingeschränkt, da sie aufgrund verschiedener Lebensumstände oder Ereignisse nicht die notwendige Unterstützung und Förderung erhalten haben.

Junge Menschen mit sozialen Benachteiligungen haben eine defizitärere Sozialisation in der Familie, in Schule und Ausbildung, im Berufsleben und in ihrer sonstigen Umwelt. Von "sozialer Benachteiligung" spricht man, wenn die altersgemäße gesellschaftliche Integration nicht wenigstens durchschnittlich gelungen ist.

Hinweise dafür zeigen sich bei Hauptschülern ohne Schulabschluss, Ausbildungsabbrechern, Langzeitarbeitslosen und bei durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen benachteiligten Jugendlichen.

Zukunftsperspektiven schaffen

Solche Jugendliche brauchen eine Chance!  Daher entstand die Idee, durch ehrenamtliche Betreuer – Paten – diese Jugendlichen zu begleiten und zu stärken.

In Folge entwickelte sich das Projekt "gemma’s an!": Engagierte ehrenamtliche Paten unterstützen Wiener Jugendliche ab 14 Jahren dabei, ihr Leben positiver, mit mehr Zukunftsperspektiven zu gestalten. Sei es durch emotionale oder rein pragmatische Unterstützung, wie z.B. die Begleitung bei Behördengängen.

Das bedeutet nicht , dass den Jugendlichen die Verantwortung für ihre Aufgaben abgenommen werden soll. Vielmehr brauchen sie Hilfe, ihre Angelegenheiten in bestmöglicher Weise selbständig wahrzunehmen.

Hilfe zur Selbsthilfe

Den betreuten jungen Menschen soll also Hilfe zur Selbsthilfe angeboten werden - sie sollen die Möglichkeit haben, mit den Paten schulische oder berufliche Perspektiven zu erarbeiten und bei der Umsetzung dieser Ziele begleitet werden.

"Begleitung" ist manchmal auch im wahrsten Sinn des Wortes tatsächlich nötig, z.B. auf eine Behörde mitzugehen, Ansprechpersonen ausfindig zu machen oder Termine zu vereinbaren. In den meisten Fällen sollte es aber genügen, die Jugendlichen anzuleiten, sich den alltäglichen Aufgaben selbst zu stellen. Das Projekt soll unterstützend wirken und den Jugendlichen ermöglichen, ihr Leben eigenständig in die Hand zu nehmen.

Verständnis für die Nöte der Jugendlichen

Die Jugendlichen durchleben in diesem Alter die Pubertät und sind mit Veränderungen konfrontiert, denen sie nicht immer gewachsen sind. Viele Eltern erkennen die Überforderung ihrer Kinder nicht und zeigen dafür wenig Verständnis. Diese versuchen Konflikten aus dem Weg zu gehen, anstatt sich damit auseinanderzusetzen. Konstruktive Gespräche im Elternhaus kommen dabei oft zu kurz.

Oftmals haben Jugendliche nicht gelernt sich adäquat verbal auszudrücken oder finden keinen Ansprechpartner. Folglich werden von ihnen andere Konfliktlösungsmöglichkeiten gesucht, die sich mitunter in massivem Alkoholkonsum oder hoher Gewaltbereitschaft ausdrücken. Deshalb haben Patenschaften auch das Ziel, den Jugendlichen die Möglichkeit zu geben eine neue Art der Konfliktkultur kennen zu lernen.