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TOP-THEMA März: Wie geht es Osteuropa wirklich?

Wachstumsausblick für Zentral- und Osteuropa

Der Wachstumsausblick für Zentral- und Osteuropa hat sich in den letzten drei Monaten drastisch verschlechtert. Es scheint, als könnte die Inlandsnachfrage die negativen Auswirkungen des Zusammenbruchs der Exporte nach Westeuropa nicht mehr ausgleichen. Für 2009 erwarten wir daher in den meisten CEE-Ländern eine Schrumpfung des BIP (möglicherweise wird Polen als einziges Land der Region ein geringfügiges Wachstum erzielen). Auch wenn sich beinahe überall eine Rezession abzeichnet, ist doch darauf hinzuweisen, dass der Abschwung in den zuvor überhitzten Volkswirtschaften (baltische Staaten, Rumänien, Ukraine) am heftigsten ausfallen wird.

Mit Blick auf 2010 erwarten wir innerhalb der CEE-Region noch deutlichere Unterschiede. Wir halten die Aussichten auf konjunkturelle Erholung in Polen, der Tschechischen Republik und in der Türkei für relativ gut und glauben, dass diese Länder 2010 wieder ein BIP-Wachstum erzielen werden. Dank ihrer verstärkt auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Politik während der letzten fünf Jahre können sie nun markante Zinssenkungen und etwas höhere Budgetdefizite als Gegenmaßnahmen gegen die negativen Auswirkungen der Finanzkrise einsetzen. 

Dagegen müssen die anderen Länder der Region mit einem längeren Minuswachstum rechnen. Auf Grund der herrschenden Stabilitätsängste waren ihre geldpolitischen Entscheidungsträger zu einer Anhebung der Zinssätze gezwungen. Bei der Finanzierung ihrer Budgetdefizite könnten diese CEE-Länder vermehrt auf externe Hilfe von Seiten des IWF und der EU angewiesen sein.

EEMEA Economics, Fixed Income & FX Research, UniCredit Group

25. März 2009