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Linz damals und heute

Von der Stahl- zur Kulturhauptstadt

   

Der Raum Linz weist seit dem 4. Jahrtausend v. Chr. eine kontinuierliche Besiedlung auf. Die Römer errichteten hier im 1. Jahrhundert n. Chr. ein Kastell mit dem Namen Lentia.

Die römische Bezeichnung Lentia leitet sich von der keltischen Wurzel "lentos = biegsam, gekrümmt" her. Linz wäre somit als Siedlung an der Biegung der Donau zu deuten, was mit den lagemäßigen Gegebenheiten übereinstimmt.


799 erstmals erwähnt 

Der Name Linz ist gemeinsam mit der Martinskirche erstmals in einer Urkunde aus dem Jahre 799 belegt.

Der Aufschwung der Stadt seit dem 13. Jahrhundert war wirtschaftlich bedingt. Die Linzer Maut zählte zu den einträglichsten Einnahmequellen der österreichischen Herzöge. 1490 wurde Linz erstmals als Landeshauptstadt von Österreich ob der Enns bezeichnet.

Mittelpunkt des Heiligen römischen Reiches

Von 1489 bis 1493 war die Stadt die Residenz von Kaiser Friedrich III., wodurch Linz de facto zum Mittelpunkt des Heiligen römischen Reiches deutscher Nation wurde.

Die Barockstadt

Nach dem Ende des Dreißigjährigen Krieges erfolgte eine durchgehende Barockisierung des Stadtbildes. Träger waren neben der Bürgerschaft der Adel (Freihäuser), die Kirche und die wellenförmig in die Stadt hereinströmenden Orden (Karmeliten 1672, Ursulinen 1679, Karmelitinnen 1709, Elisabethinen 1745, Barmherzige Brüder 1756), deren Klöster noch heute das Stadtbild entscheidend prägen.

Der Idee des Merkantilismus entsprang die Gründung der Wollzeugfabrik (1672), die im 18. Jahrhundert verstaatlicht wurde und zeitweise mehr als 50.000 Menschen beschäftigte.

Das Zeitalter der Industrialisierung

Das 19. Jahrhundert brachte mit der Einführung der Dampfschiffahrt auf der Donau (1837/38) und dem Bau der Pferdeeisenbahn als erster Schienenbahn des Kontinents von Linz nach Budweis (1832) bzw. Gmunden (1836) technische Neuerungen.

Mit dem Bau der "Kaiserin Elisabeth Bahn" Wien - Linz - Salzburg (1856-60) bzw. bis Passau (1861) erfolgte der Anschluss an das bayerische Eisenbahnnetz.

Das 20. Jahrhundert

Am 12. Februar 1934 nahm von Linz die Aufstandsbewegung der Sozialdemokratie ihren Ausgang.

Die sprunghafte Vergrößerung des Stadtgebiets 1938 (Eingemeindung von Ebelsberg und St. Magdalena) stand mit der Absicht Adolf Hitlers im Zusammenhang, Linz zu einem Industrie-, Verwaltungs- und Kulturzentrum auszubauen. Die fortschreitende Kriegsentwicklung verhinderte den Großteil der ehrgeizigen Pläne.

Nach 1945  entstand aus den Trümmern der einstigen "Patenstadt des Führers" eine moderne Industriestadt.

Heute ist Linz das zweitgrößte Wirtschaftszentrum Österreichs.

Mit dem Ars Electronica Center (1996), dem Lentos Kunstmuseum (2003) sowie der 2005 erfolgten Wahl zur Europäischen Kulturhauptstadt 2009 erregte die oberösterreichische Landeshauptstadt besonderes Aufsehen.