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Energiebewusstes Bauen und Sanieren

Gewußt wie! Hilfreiche Expertentipps für Hausbauer und Sanierer

Für Dr. Peter Kurz, "die umweltberatung" Wien, wäre die optimale Hausform eine Kugel, denn: "Je kleiner die Hausoberfläche, desto weniger Wärmeverlust." Als nächstbeste Hausform empfiehlt der Fachmann einen Würfel. Von einer L-Form, Erkern, Vorsprüngen etc. rät er ab: all das vergrößert die Hausoberfläche.

Die Hausform war nur ein Aspekt des EnergieSparseminars, zu dem die Bank Austria am 18. März geladen hatte. Peter Kurz gab in einem packenden und kurzweiligen Vortrag eine Fülle von Tipps für Neubau und Sanierung.

Grundstückswahl entscheidend

Zunächst steht jedoch die Grundstücksauswahl im Fokus. Der Tipp des Experten: "Besuchen Sie 'Ihr' Grundstück mehrere Male zu unterschiedlichen Tageszeiten." Wichtig ist auch die Lage: Bei Häuser in der Ebene ist der Wärmeverlust geringer als bei Kuppen- oder Kessellagen.

Auch die Ausrichtung der Räume trägt wesentlich zum Kostensparen bei: eine Südorientierung des Hauses bringt höhere Wohnqualität durch mehr Tageslicht und reduziert die Heizkosten.

Gute Dämmung unbedingt erforderlich

Egal ob Neubau oder Sanierung, einer der wesentlichsten Aspekte ist die Dämmung. Neben verminderten Heizkosten und hohem Wohnkomfort zählen hier der Werterhalt der Immobilie und der Klimaschutz zu den positiven Aspekten.

Kurz empfiehlt eine Dämmung von mindestens 16 bis 25 cm für die Wände und 25-30 cm für die oberste Geschoßdecke. Besonders zu beachten: das Vermeiden von Wärmebrücken bei Fenstern, der Kellerdecke und Balkonen.

Auch die Fenster können hohen Energieverlust verursachen. 3-fach-Verglasung und gedämmter Rahmen sind heute Standard, denn der größte Teil der Wärme geht über den Rahmen verloren, nicht über das Fensterglas. Allerdings: "Das beste Fenster ist nur so gut wie sein Einbau", warnt Kurz. So dürfe zum Beispiel der Schaum bei einem eingeschäumten Fenster nicht abgeschnitten werden.

Althaussanierung: große Erfolge bei einfachen Maßnahmen

Für alle Besitzer eines alten Hauses hatte der Uweltfachmann eine gute Botschaft: "Einfache Maßnahmen schaffen große Erfolge".

Ratschlag Nummer 1 für alte Häuser: oberste Geschoßdecke dämmen, das bringt bis zu 20% Heizkostenersparnis. Als nächste Schritte empfiehlt der Fachmann

  • Fenstertausch,
  • Dämmung der Wände
  • Heizungstausch.

Wie wichtig eine gute Dämmung ist, illustrierte Kurz anhand einer 25 cm-Ziegelmauer ohne Dämmung: "Trotz trockener Innenluft kann es hier zu Schimmelbildung kommen, denn in den Ecken ist es beinahe so kalt wie in einem Kühlschrank. Damit liegen die Temperaturen unter dem Kondensationspunkt!"

Falls eine Außendämmung nicht möglich ist, kann auch eine Innendämmung helfen – hier sollte die Dicke allerdings 5 cm nicht übersteigen. Apropos Innendämmung: Auch ungedämmte Heizungsrohre sind Energieverschwender – bei richtiger Dämmung kann eine Wärmeeinsparung von bis zu EUR 4,5 pro Laufmeter und Jahr erzielt werden!