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OnlineBanking | BusinessNet
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Doppelter Betrug

Vorausbetrug und dreistes Abkassieren

Eine ältere Kundin war auf einen Vorauszahlungsbetrug hereingefallen. Eine "Firma-X" hatte ihr unter dem Vorwand eines vermeintlichen Gewinns Geld für die Abgeltung ausländischer "Gewinnsteuern" herausgelockt.

Einige Tausend Euro wurden so von ihr ins Ausland überwiesen. Den versprochenen Gewinn gab es natürlich nie, die Firma war ab sofort nicht mehr erreichbar.

Aus Scham, auf so einen Betrug hereingefallen zu sein, ging die Kundin nicht zur Polizei und erzählte auch ihrem Kundenbetreuer nichts.

Ein halbes Jahr später meldet sich eine vermeintliche Rechtsanwaltskanzlei telefonisch aus Berlin bei der alten Dame. Man sei beauftragt, die Geschädigten der Firma-X in einem Schadensersatzverfahren zu vertreten, ob sie sich denn nicht anschließen wolle?

In der Hoffnung, das verlorene Geld wieder zurückzubekommen, willigte die Kundin ein. Man teilt ihr mit, sie müsse ein OnlineBanking-Konto eröffnen, nur so könne man ihr den vor Gericht erstrittenen Schadenersatz zukommen lassen.

Die Kundin tut das. Später soll sich herausstellen, dass sie gar keinen Computer besitzt …

Gleiche Betrüger - anderer Trick

Die vermeintliche Anwaltskanzlei gibt es natürlich nicht, es handelt sich um dieselben (!) Betrüger, welche zuvor schon mit der Gewinnmasche gearbeitet hatten. Die Kundin wird aufgefordert, die Zugangsdaten zum OnlineBanking (Verfüger und PIN) zwecks Anweisung des Schadensersatzes bekanntzugeben.

Die ältere Dame tut dies leider auch. In der Folge wird sofort wieder ein höherer Geldbetrag ins Ausland überwiesen. Gleichzeitig stellen die Betrüger fest, dass hier noch mehr zu "holen" ist, es gibt nämlich auch noch ein Wertpapierdepot, das man durch Eröffnung eines OnlineTraders abräumen will.

Der Antrag auf Eröffnung eines OnlineTraders wird online gestellt und landet beim Bank Austria Kundenbetreuer, der mißtrauisch wird. Er nimmt mit der Kundin telefonisch Kontakt auf. Diese ersucht, doch bitte dringend "das Geld von diesen Betrügern aus Deutschland zurückzuholen"!

Weitere Gespräche mit der Kundin zeigen den gesamten Umfang des Betrugs. Zumindest der Verlust des Geldes der Wertpapierdepots kann dank des Eingreifens des Kundenbetreuers vermieden werden.

Das können Sie tun

Dieser Betrug zielt zweifach auf das Opfer ab:

Erstens kassieren die Betrüger eine hohe Summe im Voraus. Daher nennt man diesen Betrug auch Vorauszahlungsbetrug.

  • Gehen Sie nicht auf das Angebot ein und überweisen Sie nichts.
  • Informieren Sie sich auf der Seite des österreichischen Bundeskriminalamts und auf Spezialseiten wie http://www.antispam-ev.de/.

Zweitens locken die Betrüger Ihren Opfern auf die Weise die Zugangsdaten zum OnlineBanking heraus.

  • Geben Sie die OnlineBanking Zugangsdaten - Verfügernummer und PIN - niemals Dritten bekannt!
  • Halten Sie Rücksprache mit Ihrer Betreuerin oder Ihrem Betreuer, wenn Sie in E-Mails oder telefonisch aufgefordert werden, vertrauliche Daten bekanntzugeben.
  • Sollten Sie bereits Daten weiter gegeben haben, wenden Sie sich bitte sofort an die Bank Austria Hotline unter 050505 - 25, die Ihnen rund um die Uhr gerne zur Verfügung steht.