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Augmented Reality

Ich sehe was, was du nicht siehst …

Sie stehen in Rom vor dem Trevi-Brunnen, halten Ihr Handy hoch – und am Display erscheint nicht nur das Live-Bild, sondern auch alle Zusatzinformationen wie Baumeister, Baujahr usw.

So erfahren Sie sofort alles über dieses Wahrzeichen – ohne zusätzlichen Reiseführer. Auch alle Sehenswürdigkeiten in der Umgebung werden angezeigt – inklusive Kilometerangabe.

Einmal auf das Display tippen und Sie sehen den Stadtplan; nun können Sie sich bestens orientieren. Sie wollen wissen, aus welcher Perspektive Sie das beste Foto schießen können? Noch einmal tippen und schon bestehende Fotos des Trevi-Brunnens werden eingespielt. Die Sehenswürdigkeit selbst bleibt dabei immer auf dem Display Ihres Smartphones – alle Zusatzinformationen werden als zweite Ebene drüber geblendet.

"Augmented Reality", zu deutsch: "erweiterte Realität" heißt der Fachbegriff dafür. Damit ist es möglich, die reale Welt mit digitalen Informationen vor allem aus dem Internet anzureichern.  

Möglich macht das eine spezielle Software. Sie legt zusätzliche Informationen über das real existierende Bild, das von der Handycam geliefert wird. Im oben geschilderten Beispiel ist es "Wikitude", das Wikipedia-Einträge zu Sehenswürdigkeiten einblendet.

Möglich wird das, weil Smartphones mit Kompass, GPS und einer Internetverbindung  ausgestattet sind. Auch die holländische Software Layar dient als Reiseführer, geht allerdings noch einen Schritt weiter: Sie zeigt beispielsweise Gebäude, die sich eigentlich noch im Baustadium befinden, als fertige Objekte in der Realität.

Augmented Reality im täglichen Leben

Mag der virtuelle Reiseführer noch als Spielerei erscheinen, bietet Augmented Reality in anderen Bereichen ganz handfesten Nutzen: Spiegelreflexkameras zeigen dem Fotografen die wichtigsten Daten wie die aktuellen Lichtverhältnisse – auch hier legt sich die Information als zweite Ebene über das aktuelle Bild.

Der Spielwarenhersteller Lego hat auf seinen Verpackungen Bilder abgedruckt, die erkennen lassen, wie das fertige Modell in 3D aussieht.

Mit "Augmented Reality" lassen sich leere Räume mit virtuellen Möbeln einrichten; selbst Unfallzahlen sollen mit dieser Technologie gesenkt werden. So hat man beispielsweise in Moskau eine Mobile-App entwickelt, die für jede Straße anzeigt, wie viele Unfälle es dort gegeben hat. Dank GPS erkennt das Programm den Standort des Benutzers und blendet Figuren und Autos in die realen Straßenzüge ein.

Das Süddeutsche Zeitung Magazin nutzte die erweiterte Realität im August 2010. Auf dem Titelbild verdeckte eine Frau ihr Gesicht mit den Händen. Hielt man das Smartphone mit der entsprechenden Software über das Bild, entdeckte man, wer sich dahinter verbarg: Das Bild erwachte plötzlich zum Leben, die Dame nahm die Hände vom Gesicht und die Moderatorin Sandra Maischberger war zu erkennen.

Augmented Reality bietet also die Möglichkeit, statische Bilder eines Printmagazins zum Laufen zu bringen – beispielsweise als Video.

Ein alltägliches Beispiel für die erweiterte Wirklichkeit zeigen Sportübertragungen: Bei Fußballspielen werden dem Zuschauer zusätzliche Informationen über Schussweite, Abseitspositionen etc. durch visuelle Erweiterungen eingeblendet, beim Skispringen die Windrichtung und die exakte Reichweite. 

Kontaktlinsen statt Smartphone

Wer jetzt einwendet, dass es doch einigermaßen unpraktisch sei, mit dem Handy vor der Nase beispielsweise durch fremde Städte zu laufen, darf sich auf die nächste Entwicklung freuen: Forscher arbeiten bereits an Brillen und Kontaktlinsen, die direkt in die Netzhaut strahlen.

Laut New York Times will Google noch heuer erste Digitalbrillen auf den Markt bringen.