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OnlineBanking | BusinessNet
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Kostenfalle Internet-Angebote

Wenn Gratis-Software plötzlich kostet ...

 

Herr A. will mit dem Auto in den Schiurlaub nach Charmonix fahren. Im Internet gibt er das Stichwort "Routenplaner" ein und findet sofort eine Website, die eine "superschnelle Routenplanung von A nach B in wenigen Sekunden" verspricht.

Schnell das Formular ausgefüllt, das Kästchen für die Teilnahme am Online-Gewinnspiel angeklickt und schon kann der download beginnen. Was Herr A. leider übersehen hat:

Im Kleingedruckten am Ende der Seite steht der Preis: 59,90 EUR. Ganz schön viel für ein Service, das auch ohne Kosten im Internet downloadbar ist.

Im Mittelpunkt: Das Formular
Internetseiten mit versteckten Kosten sorgen für Ärger und Verunsicherung.

Um das vermeintliche Gratisservice in Anspruch nehmen zu können, muss der Kunde "nur" ein Formular ausfüllen und die Allgemeinen Geschäftsbedingungen (AGB) per Klick bestätigen.

Doch am Ende der Internetseite steht klein gedruckt und unauffällig, dass die Nutzung des Dienstes etwas koste. Dass diese "Kostenpflicht" vom Verbraucher übersehen wird, ist gewollt. So werden die Opfer in die Irre geführt.

Ein weiterer Trick: Den Preis zuerst am Ende der Webseite verstecken, dann die Rechnungen ausschicken und gleichzeitig die Seite ändern. Nun ist der Preis gut sichtbar und die Täter behaupten, die Internetseite hätte immer schon so ausgesehen.

Mahnungen und Drohungen
Wer in den Fängen der Betreiber von Abzocker-Seiten gelandet ist, wird bald mit Rechnungen und dann mit Mahnungen konfrontiert. Der Ton wird dabei immer schärfer, gedroht wird mit Einträgen in Schuldnerverzeichnissen, sogar mit Strafanzeigen. Nach einer gewissen Zeit hören die Einschüchterungsversuche auf, denn die Täter sehen ein, dass ihre Drohbriefe nichts bringen und vor Gericht hätten sie wenig Chancen.

Wie Sie sich schützen können:

  • Lesen Sie die Bedingungen, bevor Sie diese akzeptieren.

  • Suchen Sie nach versteckten Preisen. Seriöse Unternehmen informieren ihre Kunden klar und deutlich über die Kosten, die bei der Nutzung ihrer Dienste anfallen.

  • Seien Sie vorsichtig, wo Sie Ihre persönlichen Daten eingeben. Warum möchte jemand z.B. für einen "kostenlosen" Download von Ihnen Namen, Adresse und Geburtsdaten?

  • Generell gilt: Verlangt ein Online-Anbieter die Postanschrift, kontrollieren Sie nochmals zur Sicherheit alle Angaben (AGBs, Seitenleiste, Fußnoten), ob das Angebot wirklich kostenlos ist.

  • Geben Sie niemals Ihre Kontonummer ein.

  • Klicken Sie immer auf das Impressum und sehen Sie nach, wie und wo der Anbieter im Streitfall erreichbar ist. Postfachadressen sind verdächtig.Nicht (gleich) bezahlen! Meist ist der Vertrag, auf den sich das Unternehmen beruft, nicht rechtsgültig zustande gekommen.

  • Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen (Drohung Inkasso-Büro, etc.)

  • Erkundigen Sie sich umgehend beim VKI, der AK , bei anderen Verbraucher-Verbänden!

  • Nutzen Sie die Beratung des Internet Ombudsmann und senden Sie den vom Internet Ombudsmann bereit gestellten Musterbrief "Rücktritt
    Gratisangebote" eingeschrieben an das Unternehmen.

Immer wieder wird deutlich, dass Abzocker die Daten potenzieller Opfer aus Gewinnspielen heraus generieren. Wer Name und Adresse bei Verlosungen im Internet eingibt, muss unter Umständen damit rechnen, dass die Angaben in die Hände dubioser Geschäftemacher gelangen.